paleo Die Wahrheit über Pizza, Pasta und Co

Totes Brot oder warum Vollkorn auch keine Lösung ist

VON JENS FREESE

Immer wenn Loren Cordain, der Urheber der Paleo-Ernährung, seinen Studenten an der Colorado State University die Evolution des  Menschen von den Homeniden zum modernem Homo sapiens näher bringen wollte, entrollte er in einem langgezogenen Flur der Universität ein Endlospapier. Auf dieser hielt der Autor von über 100 wissenschaftlichen Publikationen zur Steinzeiternährung die gesamte Menschheitsgeschichte fest. Das Neolithikum, jener Zeitraum vor etwa 10.000 Jahren, der allmählich unsere Verwandlung vom Jäger- und Sammler zum sesshaften Menschen einläutete, war nur als kleiner Zipfel am äußersten Rand dieser Papierrolle zu erkennen. Und genau dort versammelte er seine staunenden Zuhörer verbunden mit der Aufforderung, einen bewussten Blick zurück zu werfen. In diesem Moment wurde jedem Studenten die unglaubliche Dimension bewusst. Aus Sicht der Evolution sind 10.000 Jahre nämlich nicht mehr als ein Wimpernschlag epigenetischer Anpassung – oder mit anderen Worten: Im Vergleich zu 2 Millionen Jahren Menschheitsgeschichte wirken 10.000 Jahre wie eine Seite im ersten Buch der sechsteiligen Herr-der-Ringe-Saga. Das menschliche Genom (die Gesamtheit aller menschlichen Gene) hatte offenbar noch keine Zeit, sich auf die rasant ändernden Umwelteinflüsse anzupassen – sonst hätten inzwischen alle Menschen auf der Welt die Fähigkeit, Milchzucker zu spalten und Gluten zu verdauen. Das Gegenteil ist der Fall!

„Mit dem Anbau von Getreide vor 10.000 Jahren ging die Lebenqualität in den Keller."

Die längste Zeit unserer Existenz sind wir als Jäger und Sammler ohne Getreide ausgekommen. Im Vergleich zur Milch, wo genetische Mutationen dafür gesorgt haben, dass in einigen Teilen der Welt Menschen Laktose (Milchzucker) besser vertragen, scheinen 500 Generationen seit Beginn von Ackerbau und Viehzucht noch nicht ausgereicht zu haben, uns an Getreide anzupassen. Vor über 10.000 Jahren etwa begann der Mensch Wildgetreide zu sammeln. 2009 fanden Archäologen in Jordanien Kornspeicher, die auf etwa 11.000 Jahre taxiert wurden. Die Wissenschaft geht deshalb davon aus, dass die Landwirtschaft und damit das Ende unseres freibeuterischen Daseins, vor zirka 10.000 Jahren im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris (Naher Osten) begann. Vor 6.500 Jahren soll Getreide dann auch bei uns in Europa angekommen sein. Seither ist der Siegeszug von Brot, Pizza, Pasta und Co nicht mehr zu stoppen. Das Problem: Mit dem Anbau von Getreide fokussierte sich der Mensch auf immer weniger Nahrungsmittel, wodurch die Lebenqualität nachweislich abnahm. So war beispielsweise Karies bis zur neolithischen Revolution unbekannt. Noch heute glauben Zahnärzte, dass Zähne durch Flourmangel schlecht werden – ein paar Nachhilfestunden in evolutionärer Medizin würde das Thema Zahnmedizin in ein anderes Licht rücken. Fluor ist ein giftiges Halogen, das Jod von den Bindungsstellen an der Schilddrüse verdrängt. Damit schädigt Fluor die Schilddrüse, aber das sei nur am Rande erwähnt.

Wie gluten in brot, müsli und co unser angeborenes immunsystem torpediert

Erst 1950 Jahren fand der niederländische Kinderarzt W.K. Dicke heraus, dass der Verzehr von Weizen Sprue verursacht. Unbehandelt führt die auch als Zöliakie bekannte Abwehrreaktion unseres Immunsystems gegenüber dem Klebereiweiß Gluten zu einer chronischen Entzündung der Dünndarmschleimhaut. Dadurch wird die lebensnotwendige Nährstoffaufname durch den Darm allmählich zerstört. 400.000-800.000 Menschen leiden in Deutschland derzeit unter einer Zöliakie. Eine Therapie ohne Nebenwirkung ist nicht bekannt. Die einzig vernünftige Behandlung ist so einfach wie schwer zu gleich: alle Getreideprodukte von der täglichen Speisekarte zu streichen – so wie es die Paleo Ernährung empfiehlt. Für den Laien ist es nicht leicht zu verstehen, dass der Mensch kein Müsli, Vollkornbrot, Pizza, Pasta etc. braucht, um sich gesund, oder wie viele glauben ausgewogen zu ernähren. Ganz im Gegenteil: Denn Getreideprodukte beinhalten neben Gluten noch weitere entzündungsfördernde Inhaltsstoffe.

„Wenn die tägliche Speisekarte größenteils aus Milch- und Getreideprodukten besteht, potenziert sich die Gefahr von Autoimmunerkrankungen!"

Interessanterweise treten viele Autoimmunerkrankungen mit Zöliakie parallel auf. Ohne Verzicht auf glutenhaltige Getreidearten ist die Gefahr eines Non-Hodgkin-Lymphoms (Lymphknoten-Krebs) sowie für Karzinome des Verdauungstrakts (vor allem Dünndarmlymphom) stark erhöht. Glutenunverträglicheit geht ähnlich wie Kuhmilch bei 5-10% der Patienten mit Diabetes Typ 1 einher. Beim Diabetes Typ 1, der in der Regel vor dem 20. Lebensjahr auftritt, werden die Betazellen der Bauchspeicheldrüse binnen weniger Monate komplett zerstört. Du kannst Dir sicher vorstellen: Wenn die tägliche Speisekarte größenteils aus Milch- und Getreideprodukten besteht, dann potenziert sich natürlich die Gefahr von Autoimmunerkrankungen. Moderne Erkrankungen kommen nicht aus heiterem Himmel!

Gliadin ist ein für unser Immunsystem körperfremdes Protein, dass bei einer gestörten Darmflora die Epithelzellschicht der Darmschleimhaut passieren kann. Beim Durchritt trifft Gliadin auf ein Enzym namens tissue-Transglutaminase (tTG), das eine lokale Immunreaktion bzw. Entzündung auslöst. Eine Infektion mit dem Pilz Candida albicans, psychoemotionaler Stress oder hoher Alkoholkonsum kann die Aktivität dieses Enzym hochkurbeln. Bei der Immunreaktion bindet Gliadin an Lymphozyten, wodurch eine Entzündung ausgelöst wird. Die alarmierten Lymphozyten bilden anschließend Antikörper gegen das Klebereiweiß (Gliadin-Antikörper). Dabei werden auch sogenannte Autoantikörper gegen körpereigene Antigene gebildet. Deshalb ist die Zöliakie eine Art Mischform aus Allergie und Autoimmunerkrankung bzw. man könnte auch sagen: aus einer Unverträglichkeit wird eine Allergie und aus einer Allergie entwickelt sich eine Autoimmunerkrankung. Wie gesagt, tritt Zöliakie gerne zusammen mit Typ-1-Diabetes auf. Aber auch die Hashimoto-Thyreoiditis (entzündliche Erkrankung der Schilddrüse) oder Dermatitis herpetiformis (bläschenförmiger Hautausschlag) spielt gerne Doppel mit der Zöliakie. Die tTG-Antikörper sind übrigens immer vom Typ Immunglobulin A, d.h. Menschen mit Glutenunverträglichkeit bilden weniger IgA in ihren Schleimhäuten. Dadurch ist ihre Infektanfälligkeit deutlich erhöht.

Vitamin- UND mineralmangel, infektanfälligkeit: das ende der pastaparties

Getreide ist der universale Mikronährstoffblocker par excellence. Zwar enthält Getreide eine durchaus ansehnliche Bandbreite an Vitaminen und Spurenelenten, die die Verfechter der Vollkornfraktion gerne ins Feld führen, die enthaltenen Phytate, Tannine, Lektine machen die positive Vitalstoffbilanz aber wieder vollständig zunichte. Vor allem Phytate wirken fantastisch, wenn man einen Mineralmangel braucht, denn sie funktionieren als Komplexbildner, d.h. sie binden die mit Nahrung aufgenommene Mineralstoffe Calcium, Magnesium, Eisen und Zink in Magen und Darm in unlöslicher Form. Gutgemeinte Nahrungsergänzungen landen auf diese Weise in Form teurer Exkremente in der Toilettenschüssel. Häufige Brotzeiten oder Pastaparties besitzen somit das Potential, einen Eisen- oder Magnesiummangel zu erzeugen, was den Energiestoffwechsel erheblich ausbremst. Denn Magnesium wird als wichtiger Co-Faktor dringend für die aerobe Energieerzeugung in allen Körperzellen gebraucht. Und ohne Eisen findet keine ausreichende Blutbildung (Anämie) und damit kein optimaler Sauerstofftransport statt. Kommt noch ein Prädiabetes (Vorstufe von Diabetes mellitus) hinzu, ist die Stoffwechselkatastrophe perfekt. Was die Werbung oft verschweigt, ist die Frage nach der Bioverfügbarkeit, also wie viel der hochgepriesenen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente letztendlich durch die Darmwand im Blutkreislauf landen.

„Unsere Jäger-Sammler-Vorfahren verzehrten kein Fleisch von Getreide gemästeten Antibiotikarindern – aber jede Menge Omega-3-reiches Wildfleisch!"

Getreide enthalten weder beta-Carotin, Vitamin C noch Vitamin B12. Ein Vitamin B12-Mangel ist Status Quo bei Vegetarieren und Veganern. Das gleiche gilt für Eisen. Vitamin B12 und Eisen sind mit hoher Bioverfügbarkeit in allen Fleischarten enthalten. Aus diesem Grund rät Paleo auch dringend vom Fleischverzicht ab. Denn eine Ernährungsweise, die einen Mangel provoziert, kann niemals ausgewogen sein. Das bedeutet aber keineswegs, dass man morgens mit nitritgepökelter Cervelatwurst beginnen und mit Cordon Bleu den Tag beschließen sollte. Denn Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Das wird in der Diskussion gerne vergessen. Unsere Jäger-Sammler-Vorfahren haben sicher keine Getreide gemästeten Antibiotikarinder verspeist, dafür aber jede Menge Omega-3-reiches Wildfleisch. Massentierhaltung aus ethischen Gründen abzulehnen, ist auch für jeden Paleofan 100% verständlich. Deshalb plädiert Paleo auch für eine artgerechte Ernährung von Nutztieren, aber dazu an anderer Stelle mehr.

Ein Vitamin B12-Mangel ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, weil er den sogenannten Homocysteinspiegel erhöht - ein schwergewichtiger Risikofaktor für Arteriosklerose und Thrombosen. Getreide hemmt auch die Aufnahme andere wichtiger Spurenelemente wie Zink und Selen. Beide sind enorm wichtig für eine optimale Immunfunktion. Getreide wirkt somit doppelt negativ auf unser Immunsystem ein: Zum einen hat der Darm mit den vielen Antinährstoffen in Weizen, Roggen etc zu kämpfen, zum anderen hemmen diese Substanzen auch noch die Aufnahme wichtiger Vitalstoffe.

Friß oder stirb – die unbewusste suche nach essentiellen aminosäuren

Ein Grundproblem heutiger Ernährung ist die Nahrungsmittelqualität. Und damit ist nicht die Reinheit oder die Frage nach Bio ja oder nein gemeint, sondern die biologische Wertigkeit. Sie gibt darüber Auskunft, wieviel Nahrungsprotein letztendlich in Körperprotein umgewandelt werden kann. Proteine bestehen aus Aminosäuren. Von den 20 Aminosäuren, die in der Natur vorkommen, sind 8 essentiell, d.h. wir können sie nicht selbst bilden und müssen sie über die Nahrung zuführen. Wenn man ungefiltert den Ratschlägen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung folgt, sollten wir 50% des Kalorienbedarf in Form von Kohlenhydraten aufnehmen. Diese Empfehlung spielt dem Getriedekonsum in die Karten, denn um den Proteinbedarf zu decken, müssen Sie wesentlich mehr Getreide als Fleisch essen. Getreide enthält nämlich nur 12% Protein, mageres Fleisch dagegen 22% Protein. Auf Kohlenhydrate kannst Du getrost verzichten, ohne jemals in einen Mangelzustand zu kommen – auf Proteine allerdings nie. Bedenke: 8 von 20 Aminosäuren können wir nicht selbst herstellen. Und solange nur eine einzige essentielle Aminosäure fehlt, sucht unser Gehirn weiter nach Nahrung.

Der fisch in uns oder warum fischfette unser lebenselexier sein sollten

Wenn Du morgens mit Müsli startest, mittags ein paar Stullen isst, zwischendurch für den kleinen Hunger ein paar Kekse verdrückst und Dir am Abend ein Schnitzel mit billigen Pflanzenölen brätst, dann hast Du die optimale Dosis für den plötzlichen Herztod. Denn wie die Wissenschaft längst weiß, kommt der plötzliche Herztod wenig überraschend, wenn der sogenannte Omega-3-Index unter 4 rangiert. Der Omega-3-Index gibt das Verhältnis der Fischfette EPA und DHA zu Omega-6-Fetten wie Linolsäure an.

„Wer den Tag mit Müsli beginnt, mittags Stullen isst, den kleinen Hunger mit Keksen stillt und sich abends ein Schnitzel mit billigen Pflanzenölen zubereitet, hat die optimale Mischung für den plötzlichen Herztod."

Man misst das übrigens an der Zellmembran von Erythrozyten. Dafür existiert ein internationales Patent und nur wenige Labore in Deutschland sind darauf spezialisiert. Ein hoher Linolsäureanteil hemmt zudem die Bildung von EPA aus alpha-Linolensäure. Alpha-Linolensäure kennst Du vielleicht aus Leinöl. Diese pflanzliche Omega-3-Fettsäure kann ohnehin nur sehr begrenzt zu EPA umgebaut werden. Eine linolsäurereiche Ernährung erhöht zudem den Linolsäuregehalt von LDL – das vermeintlich lausige Cholesterin, dass nur dann seinen Namen verdient, wenn es in oxidierter Form auftritt. Oxidiertes LDL steht stellvertretend für ein hohes Infarktrisiko. Eine höhere Zufuhr von EPA führt zur Senkung von Triglyzeriden und verminderter Gerinnungsneigung des Blutes, reduziert Entzündungen und Autoimmunerkrankungen. Die Eicosapentaensäure ist also ein natürlicher Cholesterinsenker.

wie tiere und menschen wollen auch Pflanzen nur das eine – überleben

Getreidekörner sind Samen von Gräsern. Sie enthalten hohe Mengen sekundärer Pflanzenstofffe, die der Verteidung von Fressfeinden dienen. Alpha-Amylase-Hemmer gehören zu diesen sekundären Pflanzenstoffen. Alpha-Amylase ist normalerweise zuständig für die Stärkeverdauung. Alpha-Amylase-Hemmer machen 1% des Weizenmehls aus. Hohen Mengen finden sich in Brot, Frühstücks-Cerialien, Nudeln etc. Diese Substanzen beeinträchtigen die alpha-Amylase im Speichel und in der Bauchspeicheldrüse und sind auch als Allergene bekannt (Stichwort Bäckerei-Asthma). Die wissenschaftlichen Belege verdichten sich, dass es zu Zellveränderungen an der Bauchspeicheldrüse kommen kann. Lektine, eine weiterer Antinährstoffklasse in Getreide, lassen unsere roten Blütkörperchen agglutinieren. Durch die Affinität von Lektinen zu Zuckermolekülen können sie sich an eine Vielzahl anderer Zellarten binden. Weizenkorn-Agglutinin (WGA) löst in Tierversuchen eine Hypertrophie von Dünndarmzellen aus, sorgt für eine Vergrößerung der Bauchspeicheldrüse und eine Verkümmerung der Thymusdrüse. Im Blutkreislauf kann WGA das Hormongleichgewicht stören und bei einem gestörten Darm die Produktion von T-Lymphozyten hochkurbeln. Damit wird unser Immunsystem dauerhaft aktiviert, was sich z.B. in psychischen Symptomen wie leichte Depressionen wiederspiegeln kann.

Jetzt weisst Du, warum wir von paleo r]evolutionär leben Dir vom Konsum von Getreideprodukten dringend abraten – Deinem Darm und Deinem Immunsystem zuliebe!


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